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Der Garten... sorry, aber vor lauter Wald sah man den Garten nicht. Was sehen wir hier... rechts eine japanische Zierkirsche, die zur Hälfte aus der “durchgeknallten” Unterlage bestand. Die wiederum an so starkem Gummifluss litt, dass sie fast kein Blatt mehr hatte. Vorm Fenster ein wilder Pflaumenbaum, der keine einzige Frucht trug. Links die Bluthasel in Hausgröße, die von uns “auf den Stock” gesetzt wurde. Erhalten blieb die Hängeweide im Vordergrund sowie eine ausgewachsene Birke. Es geht ja nichts über einen hübschen alten Baumbestand!
Unser Wald... mit Friedhofsraketen, Schlehen und Kriecherlpflaumen.
Der Brennholzstapel wuchs beständig... Hier dabei auch eine wilde Kirsche mit winzigen Früchtchen - selbst den Vögeln zu sauer.
Nein, wir haben kein U Boot im Garten! Aber unter der neuen Terrasse ( entstand nach der Keller- Trockenlegung) wurde eine 6500 l Zisterne verbuddelt. Ohne Hausanschluß - aber im Sommer 2010 wurde das gesamte Wasser für den Garten verbraucht. Plus dem Inhalt von 2 Regentonnen. Auch Wasser ist ein kostbares Gut!
Was guckst Du??? Taube in unserer Hängeweide, die als einheimisches Gehölz im Frühjahr die Bienen ernährt, im Frühsommer Nistplatz ist und im Herbst zur Spechtmühle avanciert.
Bruch durch Betonlehm. Die Bodenbeschaffenheit auf dem hinteren Grundstück sorgt für Materialverschleiß!
Was heisst hier Unordnung??? Das sind die Vorbereitungen für den Teichbau!
Pflanzt niemals eine Yucca filamentosa! Teufelszeug! Dies ist ein Teil der Rodungsausbeute 2010. Im Herbst 2009 war sie vom Bagger gerodet worden und nahm das nur zum Anlass jedes Bruchstückchen neu austreiben zu lassen. Auch von unter dem Strassenasphalt! Die Rhizome waren dabei bis zu armdick!
Warum Gabionen... entgegen Spekulationen, wir hätten die Gabionen gesetzt, weil sie “in” sind, waren die Beweggründe völlig andere. Das große Gefälle vom Haus zum Garten konnte so baubiologisch und ökologisch abgefangen werden. Der Basalt stammt aus dem Steinbruch Adelebsen. Die entstandene Mauer ist wasserdurchlässig - Wasser im Keller braucht wirklich keiner! Wunderbarer Nebeneffekt: Gabionen bieten jeder Menge Kleingetier Unterschlupf und sie lassen sich wunderbar bepflanzen. Dianthus knappii hat hier schon mal Stellung bezogen. Daneben sieht man bereits eine Lychnis flos- cuculi... wenn manch einem unser Garten noch kahl erscheint, schmunzel, das gibt sich. In ein paar Jahren braucht`s eine Machete um durchzukommen.
Ja, das ist die gleiche Chaos Teichgrube vom Frühjahr. Nun mit Teich und bereits nett eingewachsen. Erste Saison halt. Wartet nur ab... eine Kröte war übrigens auch schon da und die Libellen flitzten begeistert über die Wasserläufer... Die Nachtfalter dagegen gaukelten besonders um die Nachtkerzen. Ähm ja, auch nicht einheimisch. Aber wenigstens mit gewissem ökologischen Nutzen...
Was noch geschah... ein Apfelbaum wurde gepflanzt (Roter Eiserapfel). Der andere ist eine Auftragsveredelung einer Bioland Baumschule. Das wird ein Moringer Rosenapfel. Die Sorten hat Lena nach ihrem Geschmack (optisch und geschmacklich) gewählt. Es sind alte, sehr robuste Sorten, die mit Lehmboden gut zurecht kommen. Die ersten 3 Dutzend historischen Rosen haben ihr Quartier bezogen. Wir haben keine gakeligen Edelröschen, die auf nackerten Stielen einzelne Blüten balancieren lassen. Unsere Rosen bilden richtige Sträucher, die auch nicht nach der Blüte beschnitten werden. Sie bieten zur Blütezeit Bienen und Hummeln und manch anderem Getier (wir spritzen nicht!) Nahrung und Unterschlupf. Und im Herbst sind die Hagebutten bei unseren gefiederten Gästen willkommen. Die kleinen einer Rosa Multiflora bei den Finkenarten, die großen wiederum bei den Amseln.
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